Bamberger Resolution vom 6. Oktober 2012

Qualität durch Eigenverantwortung: Den Worten müssen Taten folgen

Reformbeschlüsse des Kabinetts und Konzepte des Kultusministeriums zur Eigenverantwortlichen Schule gibt es bereits. Nun müssen den Worten Taten folgen! Dies fordert die Vereinigung der Direktorinnen & Direktoren der Bayerischen Gymnasien (BayDV) auf ihrer Hauptversammlung in Bamberg. Dieser Resolution vorausgegangen war ein Dialogforum mit den Schulleitungen, zu dem Kultusminister Dr. Spaenle nach Bamberg gekommen war.

Einstimmig nahm die Hauptversammlung folgende Resolution an:

  1. Oberste Ziele der BayDV sind die Weiterentwicklung der hohen Qualität des bayerischen Gymnasiums und der schulische Erfolg der Kinder und Jugendlichen.
  2. Zur Qualitätssicherung vor Ort fordert die BayDV ab dem Schuljahr 2013/14 die Einführung einer Erweiterten Schulleitung. Sie schafft die Voraussetzung für eine geringere Führungsspanne. Derzeit führt die Schulleiterin bzw. der Schulleiter an großen Gymnasien oft mehr als 100 Lehrkräfte alleine. Durch eine deutlich geringere Führungsspanne werden eine nachhaltigere Personalführung und Personalentwicklung als bisher möglich sein.
  3. Zentrale Vorgaben müssen durch schulindividuelle Gestaltungsmöglichkeiten mit entsprechenden Spielräumen ersetzt werden. Zentralen Vorgaben fehlt viel zu oft der Praxisbezug. Die Schulpraktiker vor Ort müssen das Heft der Schulentwicklung in der Hand halten.
  4. Qualität gibt es nicht zum Nulltarif. Erweiterte Schulleitung, individuelle Förderung und Flexibilisierung erfordern zusätzliche Ressourcen für Personal und Fortbildung. Diese muss der Landtag schnellstens bereitstellen.
  5. Gute Arbeit braucht Ruhe. Das gilt auch für die pädagogische Arbeit und Schulentwicklung. Wir appellieren an alle politisch Verantwortlichen, unsere Gymnasien nicht ständig in den Wahlkampfstrudel hineinzuziehen. Was zählt, ist allein der Erfolg unserer Kinder und Jugendlichen

Die BayDV vertritt den Großteil der Schulleitungen der 413 Gymnasien mit rund 380.000 Schülerinnen und Schülern.

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